Meinung (Gesellschaft)politische Korrektheit

Meine Wünsche für 2018

Früher war gar nicht alles schlechter

1. Ich will mein Land zurück

Ja, ich weiß – es klingt wie eine, nur moderat gute, Werbekampagne der AfD, ich möchte jedoch diese Forderung untermauern. Ich bin heute, im Jahr 2018, 35 Jahre alt. Rückblickend war nicht „früher alles besser“, aber auch nicht einfach „nur anders“ – es war freiheitlicher, gerechter und sicherer. Natürlich gab es früher schon bösartige Verbrechen, Vergewaltigung und Rassismus, wir haben diese nur noch zusätzlich inflationär importiert. In meiner früheren Schulklasse waren nach heutiger Sicht auf die Dinge zwei Inklusionskinder und fünf mit Migrationshintergrund – wir waren jedoch damals einfach nur eine Klasse, eine Gemeinschaft. Natürlich haben wir auch über den kleinwüchsigen gelacht, B. liebevoll ‚Käpt’n Hook‘ genannt oder unserer extrem hübschen Russin angedroht, beim Vodka trinken über sie zu triumphieren (die Auswirkungen dieser wirklichen miesen Idee bekam ich dann bei unserer Abschlussparty zu spüren) – Jugendliche streiten halt, aber im Zweifel waren wir eine Einheit – gegenüber den Lehrern und auch in der Öffentlichkeit, auf dem Schulhof und in der Freizeit. Damals konnten unsere Mädels unbesorgt und voll wie eine ganze Kompanie irgendwo vor einem Zelt liegen und ihren Rausch ausschlafen, genauso wie wir mit dem Zug zur LoveParade fahren konnten um in Berlin durch die Straßen zu ziehen um zu feiern und geile Musik zu hören. Ein Großteil der Mädels hatte häufig nur Farbe auf dem Oberkörper (kleiner Witz: sie waren farbig) und ein Großteil war so zugedröhnt – da wären selbst die alten Hippies neidisch geworden. Was war damals die größte Sorge? Mülltrennung, der Tierpark und die vielen Drogen auf der einen Seite – die Polizei, Toiletten, Wasser und evtl. zu wenige Drogen auf der andern Seite. Was für Sorgen hätten wir, wenn wir diese Veranstaltung in die heutige Zeit portieren würden? Terroranschläge? Massenvergewaltigungen? Es müsste Frauenschutzzonen geben – stellt euch das einfach mal in Kontext der LoveParade vor… Der öffentliche Raum ist nicht mehr sicher – das stört mich gewaltig. Vielleicht stört die Auswirkung sogar weniger als die eigentliche Sorge, aber das hat eben so rein gar nichts mehr mit der Art von Freiheit zu tun, die ich als junger Mensch glücklicherweise noch genießen durfte, zu einer Zeit als die Anwesenheit von ein paar Polizisten ausreichte, um die gesamte Öffentlichkeit zu sichern.

2. Ich will die Meinungsfreiheit zurück

Im Vergleich zu einer Zeit vor nur 15 Jahren haben wir massive und elementare Freiheitsrechte aufgegeben. Der neueste Meisterstreich in dieser Verkettung von desaströsen Gesetzen ist das Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Unserer eh schon (verglichen mit z.B. den Vereinigten Staaten von Amerika) eineiigen Redefreiheit wurde nun der Sack endgültig angeschnitten. Wo wir gerade beim Thema sind:

3. Ich will mein Internet zurück

Die gesamte westliche „Netzgemeinde“ ist von einer Hand voll weinerlicher Pussies weichgespült worden. Es gibt da draußen inzwischen eine Empörungsarmee, bestehend aus Heulsusen, die in eine perfekte Welt hineingeboren worden sind, deren Trigger die Empörung eines Individuums aus einer Gruppe ist, die in ihren Augen zu einer unterdrückten Minderheit gehört. Wenn Du vor der Jahrtausendwende in einen Chatraum gegangen bist, konntest Du entweder ignorieren oder damit leben, diskriminiert, beleidigt oder herabgewürdigt zu werden, es genauso tun – oder halt einfach nicht hingehen! JEDER ist freiwillig dort und genauso frei in der Entscheidung einfach wieder zu gehen.

Ich liebe den Fortschritt

Technologisch ist natürlich ungemein viel passiert und auf die Errungenschaften der westlichen Welt bin ich stolz und erfreue mich täglich an ihnen. Gesellschaftlich jedoch droht die Lage zu kippen, die öffentliche Ordnung ist schwer erschüttert und die Menschen sind zurecht verunsichert. Ich für meinen Teil hätte lieber wieder einen Grad der öffentlichen Ordnung, in dem Frauen ‚oben ohne‘ durch Berlin tanzen können ohne mit der Angst leben zu müssen, gleich vergewaltigt zu werden. Das gebietet in einer modernen Gesellschaft auch der menschliche Respekt. Egal was Du gerade darüber denkst, es ist nicht zu leugnen, dass wir einen ganz großes Problem mit zwischenmenschlichem Respekt in ganz Europa beobachten können – und das liegt nicht daran, dass wir gerade alle zu protektionistischen Nazis werden – nein! Diese Probleme wurden importiert – europaweit. Der allgemeine gesellschaftliche Rückschritt der letzten Jahre ist gefährlich und steht in Widerspruch zu meinem fortschrittlichen und freien Lebensstil.

Bildquellen

  • 2018: Christian Dreschel
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Christian Dreschel

Liberal-Konservativer Geist, Islamkritiker, Religionskritiker, Israel-Versteher, Hobby-Autor, Ideologiefeind, Technokrat, Nerd, Apple-Fanboy, Microsoft-Junkie, Demokratie-Liebhaber, Kind europäischer Eltern und stolzer Bewohner der Bundesrepublik Deutschland

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